Dieses Herzensprojekt ist noch in der Entwicklung

Memoria – Digitale Brücken gegen das Vergessen

Eine Initiative für digitale Selbsthilfe und Biografiearbeit

Das Projekt Memoria (Langtitel: KI-gestütztes, digitales Gedächtnis) ist ein zentrales Vorhaben des Vereins WIGA Digital. Wir begegnen damit der wachsenden gesellschaftlichen Herausforderung von Einsamkeit und Gedächtnisverlust im Alter, insbesondere im Kontext von Demenz. Unser Ziel ist es, durch digitale Unterstützung Erinnerungen lebendig zu halten und die soziale Teilhabe sowie emotionale Stabilität von Senior:innen zu fördern.

Ältere Frau sitzt nachdenklich und emotional vor einem Tablet. Mit der Hand an der Stirn betrachtet sie den Bildschirm, während alte Fotos und ein Notizbuch auf dem Tisch liegen. Das Bild vermittelt Erinnerungen, persönliche Geschichte und den emotionalen Umgang mit digitalen Inhalten im Projekt Memoria von WIGA Digital.

Die Vision: Erinnerungen als Schlüssel zur Lebensqualität

Wir möchten Senior:innen einen einfachen und barrierefreien Zugang zu ihren persönlichen Erinnerungen ermöglichen – seien es Fotos, Musik, Briefe oder Sprachaufnahmen.

Was wir mit dem Projekt Memoria erreichen möchten:

Für Betroffene:

Förderung von Orientierung und emotionaler Sicherheit durch vertraute Inhalte

Für Angehörige:

Aktive Mitgestaltung und Stärkung der sozialen Nähe

Für das Pflegepersonal:

Entlastung im Alltag und wertvolle Impulse für die Biografiearbeit

Warum wir dieses Herzensprojekt ins Leben gerufen haben

Die Motivation hinter Memoria vereint langjährige IT-Expertise mit tiefen persönlichen Erfahrungen. Ein entscheidender Impuls war der Besuch des Demenzdorfs Hogeweyk, wo die positive Wirkung von Musik und Erinnerungen unmittelbar erlebbar war.

Da bestehende Einzellösungen oft zu kompliziert sind oder nur Teilbereiche abdecken, entwickeln wir im Verein eine integrierte, barrierefreie Gesamtlösung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt

Unsere Arbeitsweise: Co-Creation & Design Thinking

Innovation entsteht bei uns im Dialog auf Augenhöhe. Wir entwickeln Memoria nicht am grünen Tisch, sondern gemeinsam mit den Menschen, die es nutzen werden. Dabei folgen wir einem iterativen Innovationsprozess:

  • Bedarfsanalyse: Tiefgehende Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonal
  • Ideenfindung & Co-Creation: Gemeinsame Workshops zur Entwicklung barrierefreier Konzepte
  • Prototyping: Technische Umsetzung eines funktionsfähigen Modells
  • Wirkungsanalyse: Technische Umsetzung eines funktionsfähigen Modells

Strategischer Fahrplan & Aktueller Status

Um höchste Qualität und wissenschaftliche Fundierung sicherzustellen, befindet sich das Projekt aktuell in der Konzeptions- und Vernetzungsphase

  • Aktuell (seit Juni 2026): Aufbau eines Experten-Netzwerks (Demenz- und Musiktherapie, Datenschutz, Barrierefreiheit) und Akquise von Pilotpartnern (Pflegeheime)
  • Geplant für 2027: Start der systematischen Entwicklungs- und Testphase, sobald die entsprechenden Rahmenbedingungen und (Förder-)Ressourcen gesichert sind

Ein starkes Netzwerk für soziale Innovation

Als gemeinnütziger Verein setzen wir auf Kooperation. Wir binden gezielt Fachwissen ein, um die im Projektantrag gesetzten hohen Maßstäbe zu erfüllen:

  • Interdisziplinäres Team: Einbeziehung von Expert:innen für Demenztherapie, Barrierefreiheit und Datenschutz
  • Methodische Begleitung: Einsatz von zertifizierten Design-Thinking-Coaches zur Absicherung des Innovationsprozesses
  • Praxispartner: Enge Zusammenarbeit mit mindestens zwei Pflegeeinrichtungen als Pilotpartner

Social Impact: Unser Beitrag zur Gesellschaft

Memoria leistet einen messbaren Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs)

  • SDG 3 (Gesundheit): Förderung der psychischen Gesundheit im Alter
  • SDG 5 (Gleichstellung): Entlastung von (oft weiblichen) pflegenden Angehörigen
  • SDG 10 (Weniger Ungleichheiten): Digitale Inklusion durch barrierefreie Technik

Transparenz-Hinweis

Memoria ist eine Initiative zur Förderung der Lebensqualität und sozialen Teilhabe. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um ein Medizinprodukt handelt und keine medizinische Therapie oder Diagnose ersetzt. Der Fokus liegt auf der sozialen Wirkung und der Stärkung des menschlichen Miteinanders.

Mehrere Menschen arbeiten gemeinsam an einem Projekttisch und planen die Umsetzung des Projekts Memoria im Rahmen von WIGA Digital. Auf Karten, Plänen und digitalen Geräten werden Ideen, Standorte und Entwicklungsphasen diskutiert. Im Hintergrund zeigt eine Präsentation den strategischen Fahrplan mit aktuellen Meilensteinen und den nächsten Schritten bis zur Entwicklungs- und Testphase. Projekt Memoria
Seniorinnen und Senioren nutzen gemeinsam mit Betreuern digitale Anwendungen im Projekt Memoria von WIGA Digital. Eine junge Frau erklärt einer älteren Teilnehmerin die Bedienung eines Tablets, während weitere Personen im Hintergrund digitale Inhalte erkunden. Das Bild verdeutlicht digitale Inklusion, Barrierefreiheit und den gesellschaftlichen Beitrag des Projekts zur Förderung psychischer Gesundheit, Chancengleichheit und aktiven Teilhabe im Alter.

Möchten Sie das Projekt als Partner unterstützen oder Teil unseres Experten-Netzwerks werden? Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

FAQs zum Projekt „Memoria – Das digitale Gedächtnis“

Was ist das Projekt „Memoria“ und welches Ziel verfolgt es?

Memoria ist eine Initiative des gemeinnützigen Vereins WIGA Digital zur Förderung der digitalen Selbsthilfe und Biografiearbeit. Das Projekt nutzt ein KI-gestütztes, digitales Gedächtnis, um Senioren und Seniorinnen – insbesondere Menschen mit Demenz – einen barrierefreien Zugang zu persönlichen Erinnerungen wie Fotos, Musik und Sprachaufnahmen zu ermöglichen. Ziel ist es, die emotionale Stabilität zu fördern, Einsamkeit im Alter zu verringern und pflegende Angehörige sowie Fachpersonal zu entlasten

Welchen Nutzen bietet Memoria für Menschen mit Demenz und deren Angehörige?

Durch den einfachen Zugriff auf vertraute Medieninhalte wird die soziale Teilhabe und Orientierung der Betroffenen gestärkt. Angehörige können aktiv als Mitgestalter fungieren, indem sie Inhalte hochladen und so die soziale Nähe trotz räumlicher oder kognitiver Distanz wahren. Memoria dient hierbei als wertvolles Werkzeug für die tägliche Biografiearbeit in der Pflege.

Handelt es sich bei Memoria um ein Medizinprodukt oder eine medizinische Therapie?

Nein. Memoria ist bewusst kein Medizinprodukt und dient weder der medizinischen Diagnose noch einer klinischen Therapie. Es handelt sich um eine soziale Innovation, die darauf abzielt, die Lebensqualität und das menschliche Miteinander durch Technik zu verbessern, ohne den Anspruch einer medizinischen Heilbehandlung zu erheben.

Wie wird sichergestellt, dass das Projekt praxisnah und innovativ ist?

Das Projekt folgt einem strengen Innovationsprozess mittels Design Thinking. In einer iterativen Arbeitsweise werden Bedarfsanalysen, Co-Creation-Workshops und Testphasen durchgeführt, an denen Betroffene, Angehörige und Pflegepersonal direkt beteiligt sind. Zudem wird das Vorhaben durch ein Netzwerk aus externen Experten für Demenztherapie, Barrierefreiheit und Datenschutz fachlich begleitet.

Wer steht hinter der Entwicklung von Memoria?

Träger des Projekts ist der am 07. Mai 2026 offiziell registrierte Verein „WIGA Digital – Verein für digitale Bildung & KI“ mit Sitz in Marchtrenk, Oberösterreich. Der Verein unter der Leitung von Obmann Dieter Hofer setzt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit modernen Technologien und die Förderung der Medienkompetenz über alle Generationen hinweg ein.

Wie wird das Projekt Memoria finanziert?

Die Finanzierung erfolgt über einen Mix aus Förderungen (z. B. FFG Impact Innovation), freiwilligen Spenden, Mitgliedsbeiträgen und projektbezogenen Unterstützungen. Ein erheblicher Teil der Projektleistung wird durch die fachliche Eigenleistung der Vereinsmitglieder erbracht.

Kann ich als Pflegeeinrichtung oder Experte am Projekt teilnehmen?

Ja, der Verein WIGA Digital sucht aktiv nach Pilotpartnern (Pflegeheimen) und Fachleuten aus den Bereichen Musiktherapie, Geriatrie und Datenschutz für die Konzeptions- und Testphasen. Interessierte Organisationen können über die Website Kontakt aufnehmen, um Teil des Experten-Netzwerks zu werden.